Feuerbuure Dürra

Anno 2o17

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Geschichte

1674  Erster Grossbrand:

Heute vor genau 344 Jahren, am 13. August 1674, brach in Bad Dürrheim der erste bekannte Großbrand aus. Er ist in den Akten des katholischen Pfarramtes beurkundet. Wie wir im Geschichts- und Heimatmuseum recherchierte, steht darin wörtlich geschrieben: „Im Dorf Dürra sind elf Firsten, das sind Häuser und Scheuern verbronnen.“ Der Ursprung des Feuers wurde nicht ermittelt. So steht im Kirchenbuch, dass „dies nur Gott der Herr, der strafen und übersehen kann, allein weiß, das das der Teufel war “ Kaum war der Ort wieder aufgebaut, wurde es erneut von einem Großbrand heimgesucht. Aus einer handschriftlichen Ortschronik von Dürrheim, die im Jahre 1850 von einem Lehrer namens Leute verfasst wurde, ist bekannt, dass vor 303 Jahren der letzte Großbrand hier wütete. Der Titel des Büchleins lautet: „Einige Nachrichten was sich im Dorf Thierhaim (jetzt Dürrheim Anmerkung) zugetragen hat.“                                                                                                             



1715  Zweiter Grossbrand: 

Am 2. Heumonat, dem früheren Namen für den Monat Juli, im Jahre des Herrn 1715, am Fest Maria Heimsuchung (2. Juli ), während des Gottesdienstes, ist eine entsetzliche und grausame Feuersbrunst entstanden. So schwer, dass innerhalb einer Dreiviertelstunde 26 Gebäude in Schutt und Asche gelegt wurden. Es entstand damals ein starker Wind, heute sagt man dazu Feuersturm, so dass sich niemand gegen das Feuer schützen konnte. In diesem Fall ist der Ort des Brand-Ausbruchs lokalisiert und niedergeschrieben: Ursprung war wohl ein Haus am Ortsrand, wo heute die Friedrichstraße anfängt. Brennende Holzschindeln und Heu wurden mitgerissen und vom Sturm in Richtung Kirche getragen, wobei alle Häuser dazwischen vom Dach her entzündet wurden. Die Pfarrkirche brannte nieder, wobei selbst die Glocken in der Gluthitze schmolzen. Auch die Zehntscheuer, die Gemeindeschmiede und der Hänslehof brannten nieder. Aus den historischen Dokumenten von Lehrer Leute weiß man heute, dass eine große Welle von Anteilnahme aus den umliegenden Gemeinden entfacht wurde. Demnach halfen fast sämtliche Gemeinden aus der Baar mit Bauholz, bei Aufräumarbeiten und auch mit Geldspenden. Der damalige Dorfpfarrer habe keinen anderen Kommentar zu der Katastrophe gewusst wie: „Dieser Brand ist eine göttliche Heimsuchung und Sündenbestrafung der Einwohner für ihr freudiges Leben, das war der Feuerteufel . “ Wer sich allerdings die Alltagssituation der Menschen vor über 300 Jahren in dem kleinen Dorf vor Augen führt, wird dies wohl kaum glauben. So erzählt man sich Geschichten, dass der Teufel in Gestalt eines einfachen Bauern den Brand in heutigen Friedrichstraße gelegt hat...